Grundlagen einer Kommanditgesellschaft

Voraussetzungen und Grundangaben einer Kommanditgesellschaft

zusammengestellt am 11.07.2019 vom Counselor Ralph J. Schnaars, Steuerberater

Um eine Kommanditgesellschaft (KG) zu gründen, sind folgende Mindestanforderungen und Voraussetzungen zu erfüllen und zu beachten:
 
 
Es werden benötigt:
Grundlagen Kommanditgesellschaft
Anforderung
mindestens
Gesellschafter
2
Komplementär
1 Vollhafter
Kommanditist(en)
1 Teilhafter
Kapital
für den Komplementär gibt es keine Vorschriften zum Kapital,
für die Kommanditisten muss der Kapitalanteil in Euro und das Haftungskapital festgelegt und im Handelsregister eingetragen sein
Geschäftsführer
üblicherweise der Komplementär
Geschäftsadresse
1 in Deutschland
Gegenstand der Gesellschaft
Tätigkeitsgebiet
Kontenführung
sinnvoll ist die Festlegung der Verbuchung der Kommanditkapitalien und Gewinne und Entnahmen der Kommanditisten
Erlaubnis
ggf. Gewerbeerlaubnis, wenn die Tätigkeit eine Erlaubnis erfordert
Wenn die Mindestanforderungen geklärt sind, kann die Kommanditgesellschaft gegründet werden und von einem Notar beim Handelsregister angemeldet werden.
 
Da die zuständige Handelskammer befragt wird, ob der für die Kommanditgesellschaft  gewählte Name möglich ist, sollte besser vor Gründung der Gesellschaft geklärt werden, ob die Firma (Name) der Kommanditgesellschaft möglich ist. Die Handelskammer wird Verwechslungsgefahr, Sittenwidrigkeit und Eindeutigkeit prüfen. Sollte die Namenswahl abgelehnt werden, könnte die Namensklärung bei der Handelskammer in einem anderen Gerichtsbezirk wiederholt werden, da die Genehmigung des Gesellschaftsnamens deutschlandweit nicht einheitlich abläuft. Heutzutage übernimmt das Notariat meistens schon die Klärung der Namensfrage.
 
 
TIPP
Achten Sie bei Gründung der Kommanditgesellschaft auch darauf, dass in dem Gesellschaftsvertrag die Gründungsaufwendungen ausdrücklich genannt sind. Es sollte eine vernünftige Gesamtsumme der Gründungsaufwendungen, die in Nähe von etwa 10 % des Kommanditkapitals liegen dürfte, genannt werden. Eine Einzelaufstellung der Gründungsaufwendungen unter Nennung der Einzelpositionen (wie Notar, Handelsregistergebühren, Kosten der Bekanntmachung oder Rechts- und Steuerberatungskosten) ist nicht erforderlich und sogar eher hinderlich. Durch das Festhalten der Gründungsaufwendungen können aber später Gesellschafterstreitigkeiten zu diesem Punkt vermieden werden.
 
 
 
Der Gesellschaftsvertrag kann durch die Gesellschafter selbst verfasst sein. Der Notar wird nur für die Anmeldung beim Handelsregister benötigt. Ob eine Erstellung des Gesellschaftsvertrags durch einen Rechtsanwalt oder Notar und zusätzlich die Beratung durch einen Steuerberater gebraucht wird, ist in jedem Fall gesondert zu überdenken und zu beurteilen.
 
 
Wenn die Kommanditgesellschaft gegründet ist, zum Handelsregister angemeldet wurde und bei der Bank ein Geschäftskonto für die Gesellschaft eingerichtet wurde, können die Kommanditisten die vertraglich vereinbarte Kapitaleinzahlung tätigen.
 
TIPP:
Bitte vermerken Sie bei der Kapitaleinzahlung im Verwendungszweck für welchen Kommanditisten eingezahlt wird und dass die Einzahlung "Kapitaleinzahlung" ist.
 
Nur ergänzend weisen wir darauf hin, dass die Einzahlungspflicht natürlich erst nach Gründung der Kommanditgesellschaft erfüllt werden kann. Alle vor Gründung der Gesellschaft gezahlten Beträge müssen ja einen anderen Grund gehabt haben und befreien danach nicht von der weiteren bzw. neuen Einzahlung des Kommanditkapitals.
 
Sofern die Kommanditgesellschaft gewerblich tätig wird, ist gleich nach der Gründung beim zuständigen Gewerbeamt eine Gewerbeanmeldung vorzunehmen.
Besteht die Tätigkeit der Kommanditgesellschaft nur aus Vermögensverwaltung oder aus Tätigkeiten eines freien Berufs (z.B. Ärzte) ist keine Gewerbeanmeldung notwendig, aber eine Anzeige beim Finanzamt, dass die Gesellschaft gegründet ist und ihre Geschäfte aufgenommen hat.
 
 
 
Beachten Sie  bitte auch den Rechtsstand dieses Textes:  11.07.2019.
Bevor Sie also Handlungen oder Gestaltungen mit steuerlichen Auswirkungen vornehmen, muss zur Sicherheit erst geklärt werden, ob sich die Rahmenbedingungen durch Gesetzgebung oder Rechtsprechung geändert haben.
 
Zudem geben wir zu bedenken, dass wir in dem vorstehenden Text nur einige unserer Gedanken niedergeschrieben haben, die weder umfassend noch abschließend die Thematik für jeden speziellen Einzelfall besprechen. Ob weitere Vorschriften zu berücksichtigen sind oder es zu Ihrem eigenen Sachverhalt zusätzliche Möglichkeiten gibt, darf nicht pauschal beantwortet werden, sondern sollte unter Berücksichtigung Ihrer Lebenssituation und Ihres Umfeldes genau beleuchtet werden.
 
Sofern Sie hierzu Fragen haben, sprechen Sie uns gerne an oder klären Sie die Fragen in einem unserer nächsten Beratungstermine.
 
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